Physio A-Z

 

 

A

 
 
Atemgymnastik
nach oben

Die Atemgymnastik dient der Stärkung der gesamten Atemmuskulatur im Brust- und Rückenbereich, damit auch der Bronchial- und Lungenfunktion und letzlich der Verbesserung der Sauerstoffaufnahme.

Die Atemgymnastik ist indiziert bei folgenden Beschwerden:

  • Schwache Muskulatur im Brustbereich
  • Mangelndes Training der Atemmuskeln
  • Neigung zu Atemnot
  • Wiederkehrende Infektneigung
  • Bronchialasthma
  • Lungenemphysem
  • Zur Entspannung bei psychischer Belastung
  • Nach einer Rippen - Brustkorbverletzung
   
   


B

 
 
Beckenbodentraining:
nach oben

Der Beckenboden besteht aus einer mehrschichtigigen, trichterförmigen Muskelschale, die die inneren Organe stützt und Gebärmutter, Blase und Darm in ihren Funktionen unterstützt.
Mit seinen schlingenförmig verbundenen Muskeln verschließt er das nach unten offene Becken.
So ist leicht nachzuvollziehen, daß eine Schwächung dieses Muskelsystems zu einer Senkung von Blase, Gebärmutter und Scheide führen kann und somit zu unangenehmen Folgeerscheinungen:
Dies kann von einer Beeinträchtigung des Liebeslebens bis hin zu Beschwerden der Inkontinenz reichen.

Beckebodentraining ist besonders indiziert nach Geburten, Senkungsbeschwerden, Inkontinenz.

   
Bindegewebsmassage
nach oben Die Bindegewebsmassage ist eine Massage, die mit den Reflexzonen des Körpers arbeitet. Die Reflexzonen sind vergleichbar mit kleinen Antennen, die unter der Haut liegen, und Signale weiter zum Gehirn leiten. Auch Organe und Organsysteme sind über zugehörige Segmente mit dem Bindegewebe verbunden. Die Nervenverbindungen zwischen den inneren Organen und Hautzonen konnten naturwissenschaftlich nachgewiesen werden. Die Massagetechnik unterscheidet sich von anderen. Mit den Fingerkuppen des 3. und 4. Fingers wird ein Zugreiz ausgeführt. In den Bindegewebszonen entsteht ein Schneide- und Reizempfinden, vergleichbar einer Massage mit Fingernägeln.

 

C

nach oben

 
 
Colonmassage
nach oben

Bei Menschen, die unter chronischer Verstopfung leiden ist die Peristaltik (Bewegung des Darms zum Transport des Speisebreis) eingeschränkt.
Häufigste Ursache hierfür ist Bewegungsmangel, zu wenig Ballaststoffe und zu wenig Flüssigkeitszufuhr.
Wichtig ist natürlich in erster Linie, diese Faktoren auszuschalten.
Begleitend zur Therapie eignet sich die Colonmassage, eine besondere Massageform bei der, der Dickdarm über fünf definierte Reflexpunkte, direkt durch die Bauchdecke, behandelt wird.
Ziel der Behandlung ist es den trägen Dickdarm anzuregen.
Während der Behandlung spürt der Patient förmlich wie der Darm in Bewegung kommt..

   
   

 

D

nach oben

 
 
   
   
   

 

E

nach oben

 
 
Endoprothese (Gelenkersatz)
nach oben

 

An zahlreichen Gelenken des Körpers kann heute ein Gelenkersatz durchgeführt werden. Sehr häufig wird ein Gelenkersatz durchgeführt am Hüftgelenk
Hierbei kann entweder nur die Gleitfläche des Kopfes (Wagner-Cup-Prothese) oder wie meistens ausgeführt das gesamte Hüftgelenk ersetzt werden.
Während die Pfanne meist aus Keramik oder Kunststoff besteht, wird als Hüftkopf und Schaft meist eine Metalllegierung verwendet z.B. Titan.
Während früher die Gelenkteile mit Zement befestigt wurden, werden heute aufgrund der besseren Haltbarkeit zementfreie Prothesen bevorzugt.

Die Oberflächen sind dabei so gestaltet, dass sich die Knochenbälkchen sehr gut daran haften können. Die Operation hat eien sehr gute Erfolgsquote.
Meist können die Patienten nach einer Operation und Einsatz einer Totalendoprothese (TEP) bereits nach wenigen Tagen wieder laufen und teilbelasten.

Am Kniegelenk wird ein Gelenkersatz durchgeführt entweder als Schlittenprothese (dabei wird nur eine oder beide Kufen des Oberschenkelknochens und die Gleifläche am Unterschenkel ausgetauscht) oder als Vollprothese mit kompletter Entfernung und Erneuerung des Gelenkes. Die Nachbehandlung ist hier aufwendiger als bei einem Hüftgelenksersatz, da mit Gangschule, Koordinationsschulung und Kräftigung zunächst die funktionelle Stabilität des gesamten Beines wieder hergestellt werden muß.


Darüberhinaus werden mit künstlichen Gelenken ersetzt:
Schultergelenke, Fingergelenke, Zehengelenke

Extension
  Unter dieser Bezeichnung wird die Behandlung mit dosierter Zugkraft auf die Gelenke der Extremitäten und der Wirbelsäule zur Vorbereitung krankengymnastischer Behandlung verstanden.
Die Wirkung der Traktion bestimmt der Krankengymnast durch Kraftansatzpunkt, Zugrichtung und durch entsprechende Gelenkstellung.
Hier wird eine Druckminderung und Entlastung der Gelenke und ggf. komprimierter Nervenwurzeln angestrebt.
   
   

 

F

nach oben

 
 
Fango:
 

Fango ist ein abgelagerter Mineralschlamm, dem Paraffine und Stabilisatoren zugesetzt sind.
Die feste, kalte Masse wird in speziellen Öfen auf ca. 60-70° C erhitzt.
Zur Therapie wird diese Masse auf eine Plastikfolie ca. 2cm dick ausgegossen und dann, auf ca. 50° C abgekühlt, angelegt.
Das Material wird dem Körperrelief entsprechend gut angepasst und bleibt zwischen 20-30 Minuten am Körper des Patienten.
Die Eindringtiefe dieses Wärmetherapieverfahrens liegt bei etwa 2-3 cm, es kann aber angenommen werden, dass über reflektorische Vorgänge auch tiefer im Körper eine Wirkung erzeugt wird.
Fango-Packungen eignen sich zur Behandlung von großen bis mittelgroßen Flächen am Körper, die Temperaturerhöhungen im Gewebe führen zu einer Durchblutungssteigerung und Stoffwechselanregung, Muskelverspannungen werden gelöst und Schmerzen gelindert.

Wir bieten alternativ in der Physioscheune auch Naturmoor - Fango an.
Hierzu wird der Patient auf eine Moorauflage gelegt, die mit einem Wärmeträger unterlagert ist. Die Wärme steigt hierbei langsamer und schonender an.

Fußreflexzonenmassage:
 

 

Wie der Name sagt, handelt es sich bei der Fußreflexzonenmassage um eine reflektorische Therapie bei der man über den Fuß auf gestörte Organstrukturen Einfluß ausüben möchte.

Zugrunde liegt die Vorstellung, dass alle Körperteile und Organe auf bestimmten Arealen der Fußsohle repräsentiert werden.
Das Massieren dieser Flächen kann reflektorisch einen positiven Effekt auf die betroffene Region ausüben.
Auch die Wirbelsäule ist an der Fußsohle entsprechend repräsentiert, und Fußreflexzonenmassagen können somit einen erheblichen schmerzstillenden Effekt haben.

 

G

nach oben

 
 
   
   
   
   

 

H

nach oben

 
 
   
   
Heißluft
  Heißluft ist die therapeutische Anwendung von Infrarot-Strahlen.
Die Wärme entsteht am Absorptionsort, dort entwickelt sich die durchblutungsfördernde, schmerzlindernde, muskelentspannende und resorptionsfördernde Wirkung.

 

I

nach oben

 
 
   
   
   
   

 

J

nach oben

 
 
   
   
   
   

 

K

nach oben

 
 
Krankengymnastik
 

 

Krankengymnastik wird von staatlich geprüften PhysiotherapeutInnen
(früher KrankengymnastInnen) ausgeübt.
Die Krankengymnastik umfasst eine Vielzahl einzelner therapeutischer Maßnahmen zur Erhaltung und Verbesserung von Kraft, Ausdauer und Koordination und Stabilität.
Auch die Verbesserung von Kreislauffunktionen und die Linderung von Schmerzen sind Aufgabe der Krankengymnastik.
Krankengymnastik wird bei Erkrankungen der Orthopädie, Neurologie, Inneren Medizin, Frauen- und Kinderheilkunde eingesetzt.
Wenn ein Krankheitsgeschehen vorliegt, ist zur Ausübung eine ärztliche Verordnung notwendig.
Nachdem der/die PhysiotherapeutIn in einem Befund die Funktionsstörungen festgestellt hat, wird mit dem Patienten gemeinsam das Ziel der Behandlung festgelegt und aktive und passiver Übungen und Maßnahmen zur Erreichung dieses Zieles durchgeführt. Auch werden Empfehlungen für eigene Übungen gegeben, die der Verbesserung der gestörten Funktionen dienen.

 

Kryotherapie
nach oben Eisbehandlungen sind physikalisch-therapeutische Anwendungen in Form von Umschlägen, Packungen, Abreibungen, Abtupfen mit eisgefüllten Beuteln, Eintauchen in Eis-Wasser-Mischungen und Bestreichen mit einem Eistuch. Wirkung: Kurzzeitige Maßnahmen beschleunigen die Wärmeabgabe, der Gewebetonus sinkt, der Schmerz wird gedämpft, die motorische Einheit wird aktiviert, schnelles Abreiben mit Eis über einen geschwächten Muskel fördert die Kontraktionsbereitschaft, das gilt auch für schnell ermüdbare Muskeln. Kaltwasserumschlage wirken resorptionsfördernd auf Ödeme.

 

L

nach oben

 
 
Lymphdrainage
nach oben Die manuelle Lymphdrainage ist eine spezielle Massagetechnik, mit dem Ziel der Entödemisierung des Gewebes (Abtransport von Gewebeflüssigkeit).
Ein Ödem ist eine schmerzlose Ansammlung von eiweißhaltiger und wäßriger Flüssigkeit in den Gewebespalten, wodurch Schwellungen auftreten.
Die die Zwischenräume ausfüllende Flüssigkeit zwischen Haut, Unterhaut, Bindegewebe und Muskulatur wird über das Lymph- und Venengefäßsystem in den Körperkreislauf abtransportiert.
Ziel dieser Art der Massage ist es, die Schwellungen und Verklebungen durch das Eiweiß zu beseitigen, eine Entstauung der betroffenen Körperregion (häufig der Arme oder Beine), Schmerzfreiheit und eine Neubildung von Lymphgefäßen an den Unterbrechungsstellen zu erreichen.
Im Anschluß an die manuelle Lymphdrainage ist eine Kompressionsbehandlung bzw. eine aktive Bewegungstherapie zu empfehlen.
   
   

 

 

M

nach oben

 
 
Massage, klassische
nach oben

 

Man wendet bei der klassischen Muskelmassage Streichungen, Walkungen, Knetungen, Friktionen, Reibe-, Klopf- und Schüttelgriffe an.

Die klassische Massage wird eingesetzt zur:


- besseren Durchblutung
- Lockerung
- Dehnung
- Trophikverbesserung
- Entkrampfung der Muskulatur
- und zum besseren Abtransport von Stoffwechselprodukten (Schlacken)

Angewendet wird sie bei vielen Erkrankungen des Bewegungsapparates,
wie zum Beispiel Morbus Bechterew, Morbus Scheuermann, Lumbago, Arthrose, Schulter- und Hüftgelenkschmerzen, Myalgien,
zur Nachbehandlung von Muskelverletzungen, Verletztungen etc. und Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises.

Auch prophylaktisch kann Massage angewendet werden, wie z.B. bei Leistungssportlern zur Vorbereitung der Muskulatur auf sehr starke muskuläre Belastung, zwischendurch zur Lockerung und Entkrampfung (Detonisierung) sowie nachher als Entmüdungsmassage.

Angebracht ist eine klassische Massage auch bei Personen, die ständig eine sehr einseitige Belastung haben oder sich in ungünstiger Haltung (Fehlhaltung, Fehlstatik) befinden, wie z.B. Fliesenleger, Serviererinnen, Zahnärzte um einige zu nennen.
Hier kann man vorbeugend mit Massage behandeln um schwerwiegenden Erkrankungen vorzubeugen.

Gegenanzeigen für eine Muskelmassage sind beispielsweise akute Bandscheibenvorfälle, Entzündungen von Nerven (Neuralgien) und spezielle Muskelerkrankungen (Myopathien).

Von der vorgenannten klassischen Massage sind zu unterscheiden die Reflexzonenmassage, zu denen auch die Bindegewebsmassage zählt.

Manuelle Therapie
 

 

Eine Vielzahl von Untersuchungstechniken und Behandlungsansätzen bietet die Manuelle Therapie, die beispielsweise bei Gelenkblockaden mit damit verbundenen Bewegungseinschränkungen zum Einsatz kommt.
Hier wird hauptsächlich mit sanften, gut verträglichen Zug- oder Druckimpulsen gearbeitet (kein "Einrenken") oder die natürliche Knochenbewegung durch spezielle Griffe unterstützt sowie die umgebenden Strukturen bearbeitet bis die normale Funktion wieder hergestellt ist.

 

 

N

nach oben

 
 
   
   
   
   

 

O

nach oben

 
 
   
   
   
   

 

P

nach oben

 
 
   
   
   
   

 

Q

nach oben

 
 
   
   
   
   

 

R

nach oben

 
 
 
   
   
   

 

S

nach oben

 
 
Schlingentischbehandlung:
nach oben

 

Was ist Schlingentischbehandlung ?
Bei der Schlingentisch-Therapie erfährt der Patient eine Erleichterung vieler Bewegungen durch die Aufhebung der Schwerkraft.
Es werden der ganze Körper oder Teile des Körpers in Schlingen gehängt. Dadurch werden Wirbelsäule und Gelenke entlastet.
Eingeschränkte oder ansonsten schmerzhafte Bewegungen werden erheblich erleichtert und wie unter Schwerelosigkeit ausgeführt.
Durch die Einstellung des Aufhängepunktes kann eine Bewegung zusätzlich erleichtert oder erschwert werden. Darüber hinaus können durch den Therapeuten intermittierende Extensionen ausgeführt werden oder ein Dauerzug in eine gewünschte Richtung angelegt werden.

Der Schlingentisch wird angewendet bei:
Schmerzen (insbesondere der Wirbelsäule, Hüftgelenke, Nacken und Schultergelenke), Lähmungen, Kontrakturen

   
   

 

T

nach oben